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Unsere
Wettkampfgruppe ist ganz oben!
Seit über 30 Jahren nimmt die Wettkampfgruppe der Feuerwehr Lehnheim
an nationalen und internationalen Feuerwehr-Sportwettkämpfen teil.
Dabei geht es um einen simulierten Löschangriff mit 4
Saugschläuchen, 2 B-Leitungen und 4 C-Leitungen. Die Gruppe besteht
aus 9 Personen und einem Ersatzmann:
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Gruppenführer (Gottfried Lemke)
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Maschinist (Herbert Jüngel)
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Melder (Thomas Kober)
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Wassertruppführer (Werner Kühn)
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Wassertruppmann (Herbert Spuck)
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Schlauchtruppführer (Siegfried Howe)
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Schlauchtruppmann (Peter Hopp)
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Angriffstruppführer (Wolfgang Hessler)
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Angriffstruppmann (Reinhard Ponitz)
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Ersatzmann (Thorsten Theiß)
Jede Gruppe muss einen simulierten Löschangriff und anschließend
einen Staffellauf mit speziellen Hindernissen wie Laufbalken, Rohr
und Hinderniswand durchführen.
Entscheidend ist hier die schnelle und fehlerfreie Durchführung laut
der internationalen Ausschreibung des CTIF.
Diese, seit 1961 durchgeführten internationalen Feuerwehr- und
Sportwettkämpfe, fanden dieses Jahr vom 17. bis 24. Juli 2005 in der
nordkroatischen Stadt Varazdin statt.
Hier waren über 3000 Wettkämpfer aus 31 Nationen angereist, um die
Gold- Silber- und Bronzemedaillen des CTIF (Internationaler
Feuerwehrverband) zu erkämpfen.
Von Portugal bis Russland, von Großbritannien bis Süd-Korea trafen
sich Freiwillige Feuerwehren, Berufsfeuerwehren und
Jugendfeuerwehren.
Die Wettkampfgruppe aus Lehnheim hatte sich bei den traditionellen
Feuerwehrwettkämpfen als Hessenmeister 2003, bei den letztjährigen
Deutschen Meisterschaften 2004 in Halle als Deutscher Vizemeister
für die Feuerwehrolympiade qualifiziert.
Deutschland wurde durch 13 Gruppen in dieser Klasse der
traditionellen Wettkämpfe vertreten.
Lehnheim startete in der Klasse B mit Alterspunkten, das heißt hier
zählt auch das Gesamtalter der Gruppe.
Am Samstag, den 16.07.05 begaben sich die Lehnheimer Kameraden der
Wettkampfgruppe mit zwei Kleinbussen und Trainingsgepäck auf die
über 1000 KM lange Anfahrtstecke.
Am Sonntagabend erreichte man das Ziel. Nach der Anmeldung bezog man
das Gemeinschaftsquartier in einer Grundschule, wo alle deutschen
Gruppen untergebracht waren.
Der Montag startete mit einem Pflichttraining. Hier konnte man eine
Top-Zeit von 39 Sekunden für einen fehlerfreien Löschangriff
vorweisen.
Das Training am Dienstag lief weniger gut. Einige Fehler
verschlechterten auch die Angriffszeit.
Hier machte sich die doch enorme nervliche Belastung bemerkbar.
Am Mittwochabend war dann die offizielle feierliche Eröffnung der
XIII Feuerwehr Olympiade im Sloboda Stadion.
Hierzu waren auch Grünbergs Bürgermeister Frank Ide und der
Stadtbrandinspektor Lothar Theis mit noch einigen Lehnheimer Fans
angereist.
Alle 31 Nationen marschierten in das vollbesetzte Stadion. Die
Atmosphäre war einmalig. Das Olympische Feuer wurde entzündet und
die Wettbewerbsfahne gehisst.
Der Vize-Präsident des deutschen Feuerwehrverbandes Ralf Ackermann,
hatte anschließend zu einem „Deutschen Abend“ alle deutschen
Teilnehmer eingeladen. Hier wurde bei einem Bier oder Wein und
kroatischen Grillspezialitäten noch mal richtig mit Kameraden und
Kameradinnen aus verschiedenen Bundesländern gefachsimpelt.
Am Donnertag machte man nach einer freien Trainingseinheit, einen
Ausflug in die nähere Umgebung und besuche die Badeseeanlage
Aqua-City.
Auch am Freitag wurde mit den mitgebrachten feuerwehrtechnischen
Geräten geübt.
Nachdem man am Samstagmorgen um 6.00 bereits ein freies Training
durchgeführt hatte, startet man um 7.45 Uhr im wiederum
vollbesetzten Stadion. Ein großes Handicap war der Regen. Gerade bei
einer solchen Witterung ist es besonders schwer eine fehlerfreie
Übung in einer guten Zeit auf nassem Rasen durchzuführen. Weiterhin
startete man mit 9 Gruppen gleichzeitig nebeneinander. Die Fans auf
den gefüllten Rängen unterstützen Ihre Mannschaften lautstark mit
Gesängen und Fanfaren. Ein Fahnenmeer aller Nationen war auf den
Rängen zu erleben.
Mit einem fehlerfreien Löschangriff in einer Zeit von 43 Sekunden
ging man zum Staffellauf. Auch hier gelang trotz nasser Bahn eine
sehr gute Zeit von 65 Sekunden.
Nun begann das lange Warten bis alle 45 Mannschaften in dieser
Kategorie gestartet waren. Gegen 10.00 Uhr ein gutes erstes Zeichen
aus dem abgesperrten Innenraum. Der deutsche Betreuer und Trainer
zeigt mit dem Daumen nach oben: „Goldmedaille“ !!
Dies bedeutete einen Platz unter den ersten 15 Mannschaften. Die
Anspannung war wie weggeblasen und das erste „Prost“ machte die
Runde. Gegen 12.00 Uhr war denn die Platzierung sicher: Platz 10
unter den besten 45 Gruppen der Welt!
Am Samstagabend fand dann die festliche Abschlussfeier und
Siegerehrung in Anwesenheit des Kroatischen Präsidenten Mesic statt.
Alle Nationen waren hinter ihren Fahnen angetreten.
Auch hier waren die Tribünen überfüllt und eine einmalige Stimmung
machte diese Veranstaltung unvergesslich. Zum Abschluss und unter
dem Jubel aller Anwesenden erlosch das olympische Feuer und die
Wettbewerbsfahne wurde eingezogen.
In einem riesigen Festzelt feierten anschließend alle Nationen
gemeinsam eine tolle Veranstaltung.
Sonntagmorgen war Abreisetag - auch für die Lehnheimer Kameraden.
Gegen 19.30 Uhr fuhr man unter der Eskorte des Lehnheimer
Feuerwehrfahrzeuges in Lehnheim ein.
Hier war der Erfolg der örtlichen Wehr bereits in aller Munde. Das
ganze Dorf machte „ihren Goldjungs“ einen phänomenalen Empfang.
Das Gerätehaus glich einer Riesenparty. Mit Musik, Bier und einem
guten Essen feierte man noch viele Stunden den bisher einmaligen
Erfolg in der Vereinsgeschichte.

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