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Im Stadion
des TSV Grünberg ging es ganz schön zur Sache
06.06.2011 -
GRÜNBERG/LEHNHEIM
Wettkampf war erste
Veranstaltung im Rahmen der 60-Jahre-Feier der Freiwilligen Feuerwehr
Lehnheim - Nieder-Bessingen und Lehnheim weiter
(mca.) Trotz der
schwül-warmen 30 Grad trafen sich am Samstag im Grünberger TSV-Stadion
Feuerwehrleute aus dem gesamten Bundesgebiet, um im Landespokalbewerb
und der Deutschlandpokalwertung gegeneinander anzutreten. Der Wettkampf
leitete die 60-Jahre-Feier der Freiwilligen Feuerwehr Lehnheim ein. Im
August werden weitere Veranstaltungen folgen. Die Nieder-Bessinger
Frauen und die Männergruppe des Gastgebers Lehnheim dürfen dank guter
Leistungen im kommenden Jahr am Bundesentscheid in Cottbus teilnehmen.
In Uniform und mit Helm
rannten die Frauen und Männer der Feuerwehren über Balken, sprangen über
beinahe mannshohe Hindernisse und glitten durch Röhren. Selbst
gestandene Feuerwehrmänner kamen dank der Temperaturen ganz schön ins
Schwitzen.
Schon morgens um 9 Uhr
begann der Wettkampftag für die Feuerwehrgruppen. Zunächst stand das
Pflichttraining für den Wettkampf am Mittag auf dem Programm. Nach der
Mittagspause begann dann der eigentliche Wettkampf. Die 32 Mannschaften
aus Hessen, Niedersachsen, Thüringen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg
sammelten Punkte für die Deutschlandpokalwertung. Für die hessischen
Teams stand der Einzug in den Bundesentscheid in Cottbus auf dem Spiel.
Wer in Cottbus weiter kommt, darf 2013 an der Feuerwehrolympiade in
Frankreich teilnehmen.
„Die Wettkämpfe sind in
einen A- und einen B-Teil aufgeteilt und folgen damit den Regeln des
Feuerwehrweltverbandes CTIF“, erklärte der Lehnheimer Wehrführer Roger
Friedrich. Der A-Teil besteht aus einem sogenannten trockenen
Löschangriff - ohne Wasser und ohne Feuer. Saugschläuche müssen verlegt
und Druckschläuche ausgerollt werden, und das möglichst schnell und
fehlerfrei. Also wurden Kommandos gebrüllt und Schläuche geworfen, denn
am Ende sollte der Schlauch ohne Drehung und lang gestreckt auf dem
Boden liegen.
Der B-Teil, der direkt
an den A-Teil anschloss, war eine Mischung aus Staffel- und
Hindernislauf. Ein Balken musste überquert und 1,50 Meter hohe Holzwände
überwunden werden. Am Ende des Laufes folgte ein Sprung durch eine rund
zehn Meter lange Plastikröhre, in die man mit voller Geschwindigkeit
lang gestreckt hineinspringt und dann im besten Fall die zehn Meter auf
dem Bauch rutschend überwindet.
„Die Röhre ist nicht
ganz ungefährlich. Dort kam es schon öfter zu größeren Verletzungen,
weil die Öffnung doch sehr klein ist“, berichtete Friedrich. Doch am
Samstag verlief alles ohne Zwischenfälle.
Nach den Wettkämpfen
und nachdem ein Gewitterschauer den Feuerwehr-Teams eine willkommene
Abkühlung beschert hatte, folgte die Bekanntgabe der Sieger. Für die
heimischen Vereine aus Lehnheim und Nieder-Bessingen war dies ein Grund
zu feiern.
Sowohl die
Nieder-Bessinger Frauen als auch die Lehnheimer Männer schafften den
Einzug in den Bundesentscheid in Cottbus. Sie rückten damit ihrem Ziel,
der Teilnahme an der Feuerwehrolympiade, ein Stück näher.
In der Klasse A lösten
außerdem Niederau-Eichen 2, Bruchköbel-Rossdorf, Nidderau-Heldenbergen,
Hasselroth-Gondsroth und Nidderau-Eichen 1 die begehrten Fahrkarten nach
Cottbus. Bei den Frauen der Klasse A qualifizierten sich neben Nieder-Bessingen noch Steinau-Marjoß und Hasselroth. In der Klasse B
kamen nur die Gastgeber aus Lehnheim in den Bundesentscheid.
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